Gefunden – aber über das Portal
Für viele Reiseanbieter ist das Buchungsportal Segen und Last zugleich. Es bringt Gäste, nimmt aber Provision, bestimmt die Sichtbarkeit und besitzt die Kundenbeziehung. Gleichzeitig beginnt die Reiseplanung immer früher: mit einem Video, einem Social-Media-Beitrag oder einer Frage an eine KI, lange bevor jemand ein konkretes Datum sucht.
Wer in dieser frühen Phase nicht sichtbar ist, wird später nur noch über den Preis verglichen. Und wer bei der Suche nach dem eigenen Namen nicht vor dem Portal steht, zahlt Provision für Gäste, die ihn bereits kannten.
Wie Reisende heute planen
- Inspiration: Social Media, Video, Empfehlungen, zunehmend auch KI-Assistenten. Gesucht wird noch nichts Konkretes.
- Planung: Suchen nach Reiseziel, Reiseart und Zeitraum, Vergleich von Angeboten und Bewertungen.
- Buchung: Entscheidung für Portal oder Direktbuchung – oft abhängig davon, wer zuletzt den besseren Eindruck gemacht hat.
- Nach der Reise: Bewertungen, Empfehlungen, Wiederbuchung. Die günstigsten neuen Gäste sind oft die Empfehlungen der letzten.
Was wir für Reiseanbieter und Destinationen aufbauen
Suchkampagnen für Ziel, Reiseart und Marke. Google Ads mit Budgets nach Buchungsfenstern, Geo-Targeting auf die Herkunftsmärkte der Gäste und eigene Kampagnen für die Markensuche, damit sie nicht dem Portal gehört.
Inhalte für die Planungsphase. Reiseziel-, Programm- und Ratgeberseiten, die Fragen beantworten, bevor sie gestellt werden. Das ist Content-Marketing mit Blick auf Buchungen und die Grundlage für Empfehlungen in KI-Antworten.
Social Media und Video für die Inspiration. Social-Media-Marketing mit echten Bildern und Menschen statt Stockfotos, dazu Retargeting für alle, die sich informiert, aber noch nicht gebucht haben.
Messung, die Direkt- und Portalbuchungen trennt. Nur so lässt sich sehen, ob Marketing die Provisionen senkt oder nur verschiebt.
Besonderheiten der Branche
- Saisonalität: Die meisten Entscheidungen fallen in wenigen Wochen. Gleichmäßige Budgets verschenken Geld.
- Kapazität als Grenze: Ausgebuchte Termine brauchen keine Werbung, Restplätze umso mehr. Kampagnen sollten an die Verfügbarkeit gekoppelt sein.
- Mehrere Entscheider: Bei Familien- und Jugendreisen entscheiden Eltern mit, bei Gruppenreisen oft ein Organisator.
- Bewertungen als Währung: Kaum eine Branche hängt so stark an Bewertungen. Ein ehrlicher Umgang mit Kritik gehört zum Marketing.
Für wen wir in der Branche arbeiten
Zu unseren Auftraggebern gehören Veranstalter von Jugend- und Gruppenreisen, Reisevertrieb und Online-Reiseanbieter, Hotellerie, eine touristische Destinationsorganisation und Anbieter von Transfers und Mobilität. Namen nennen wir nicht.
Wann wir abraten
Wenn die Buchungsstrecke auf der eigenen Website nicht funktioniert oder deutlich umständlicher ist als die des Portals, verpuffen Kampagnen für Direktbuchungen. Dann beginnen wir dort. Und wenn ein Angebot für die Saison schon ausgebucht ist, gehört das Budget in die Zeiträume mit freien Plätzen.
Nächster Schritt
Welche Zeiträume und Angebote sollen voller werden, und wie viel geht heute über Portale? Damit planen wir die ersten Kampagnen. Kontakt aufnehmen