Warum so viele Online-Shops Geld verbrennen
Über 120.000 Online-Shops gibt es in Deutschland. Die Klickpreise bei Google Shopping steigen jedes Jahr um 10-15 %. Meta wird teurer. Die organische Reichweite schrumpft. Und die Kunden? Die wollen kostenlosen Versand, unkomplizierte Retouren, Same-Day-Delivery.
Klingt das nach Ihrem Shop?
Das Ergebnis sehen wir jede Woche in Audits: Umsatz wächst, Gewinn schrumpft. Shops investieren mehr in Ads, optimieren auf ROAS — messen aber nur den Last Click. Sie gewinnen Neukunden für 35 EUR CPA und verlieren sie nach dem ersten Kauf.
Die Hälfte aller E-Commerce-Unternehmen optimiert ihren Produktfeed nicht. Die andere Hälfte optimiert ihn falsch.
Wir machen das seit 2015 anders. Think11 sitzt in Osnabrück, betreut über 110 aktive Kunden und optimiert nicht auf Klicks oder Umsatz, sondern auf Deckungsbeitrag und Customer Lifetime Value. Als Google Premium Partner (Top 3 % aller Google-Partner in Deutschland) haben wir Zugang zu Beta-Features, Branchen-Benchmarks und direkten Google-Ansprechpartnern. Als HubSpot Solutions Partner verbinden wir Performance-Marketing mit CRM und Automation. Das ist kein Agentur-Sprech. Das ist unser Tagesgeschäft.
Google Shopping & PMax: Wo die meisten Shops falsch abbiegen
Google Shopping ohne Feed-Optimierung ist wie Autofahren ohne Lenkrad. Sie geben Gas, aber wohin Sie fahren, entscheidet Google.
In einem Audit für einen Fashion-Shop mit 8.000 SKUs haben wir festgestellt: 42 % des Shopping-Budgets floss in Produkte mit negativem Deckungsbeitrag. Kein Wunder — die Feed-Attribute waren unvollständig, Custom Labels fehlten komplett, und die Merchant Center Diagnostics zeigten über 600 Warnungen.
Was wir konkret machen:
- Product Feed Management: Produkttitel mit relevanten Suchbegriffen anreichern, GTINs pflegen, Farbe/Material/Größe als Attribute sauber mappen. Supplemental Feeds für dynamische Preisänderungen und Lagerbestände. Ein sauberer Feed allein kann den ROAS um 20-40 % heben.
- Segmentierung nach Marge: Nicht jedes Produkt verdient dasselbe Gebot. Hochmarge-Produkte bekommen aggressive Gebote, Niedrigmarge-Artikel konservative. Restposten fliegen raus. Ziel: maximaler Deckungsbeitrag, nicht maximaler Umsatz.
- PMax mit Struktur: PMax ist nicht die Antwort auf alles. Ohne klare Asset-Group-Strategie verlieren Sie die Kontrolle. Wir erstellen separate Asset Groups nach Produktkategorien, testen Creatives systematisch und setzen Zielgruppensignale so, dass der Algorithmus in die richtige Richtung lernt.
- Custom Labels und Saisonsteuerung: Bestseller, Saisonware, Neuheiten — alles separat steuerbar. Im Juli keine Winterjacken-Gebote. Im Sale keine Vollpreis-CPCs.
Ergebnis bei einem unserer Fashion-Kunden: ROAS von 3,2 auf 7,8 in 4 Monaten. Kein Hexenwerk. Feed aufräumen, Kampagnen nach Marge segmentieren, Budgets umschichten.
Shop-SEO: Der Kanal, den die meisten unterschätzen
Jetzt wird’s spannend. SEO liefert im E-Commerce den besten langfristigen ROI. Organischer Traffic kostet keine Klickpreise. Aber Shop-SEO ist technisch deutlich komplexer als klassische Website-SEO.
Die typischen Probleme, die wir in Shop-Audits finden:
| Problem | Warum das wehtut | Unsere Lösung |
|---|---|---|
| Duplicate Content | Filterkombinationen erzeugen tausende fast identische URLs | Canonical Tags, Crawl-Steuerung, strategische Indexierung |
| Dünne Kategorieseiten | Ohne Text keine Rankings | SEO-optimierte Kategorie-Beschreibungen mit Kaufberatung |
| Fehlende strukturierte Daten | Keine Rich Snippets in den SERPs | Schema.org für Product, Offer, AggregateRating, FAQ |
| Crawl-Budget-Verschwendung | Google crawlt Filterseiten statt Produktseiten | Facettierte Navigation mit noindex/nofollow |
| Core Web Vitals | Langsame Shops verlieren Rankings und Kunden | Lazy Loading, CDN, Third-Party-Script-Audit |
Wir betreuen Shop-SEO auf Shopify, WooCommerce, Shopware und Magento. Unsere Content-Marketing-Strategien umfassen Kaufberatungen, Produktvergleiche und Ratgeber — Content, der bei Google rankt und Besucher in Käufer verwandelt.
Ein Shopware-Projekt aus dem Bereich Home & Living: Organischer Traffic +127 % in 7 Monaten. Der Schlüssel? 340 optimierte Kategorieseiten und ein Ratgeber-Hub mit 45 Artikeln.
Conversion-Rate-Optimierung: Der unterschätzte Hebel
Die durchschnittliche Conversion Rate im deutschen E-Commerce liegt bei 2-3 %. Klingt wenig? Ist es auch. Eine Steigerung von 2 % auf 2,5 % bedeutet bei gleichem Traffic 25 % mehr Umsatz. Ohne einen Euro mehr in Werbung.
Warum passiert das so selten? Weil die meisten Shops optimieren, was sie sehen — und nicht, was die Daten zeigen.
Unser CRO-Prozess:
- Daten zuerst. Wo steigen Nutzer aus? Welche Cart-to-Detail Rate haben die Top-Produkte? Wo bricht der Checkout ab? Wir analysieren Funnel-Daten aus Web Analytics, Heatmaps, Session Recordings.
- Hypothesen statt Meinungen. Jede Optimierung startet mit einer messbaren Hypothese. Kein “Ich glaube, der Button sollte grün sein.”
- Testen. A/B-Tests auf Produktseiten, Checkout-Flows, Trust-Elementen, Preisdarstellungen. Nur statistisch signifikante Gewinner werden implementiert.
- Wiederholen. CRO ist kein Projekt. Es ist ein Prozess. Monatliche Test-Zyklen, kumulative Verbesserungen.
Quick Wins, die wir in fast jedem Audit finden:
- Checkout-Vereinfachung — jeder zusätzliche Step kostet 10-15 % der Käufer. Guest Checkout, Apple Pay, Google Pay, PayPal Express.
- Trust-Signale oberhalb des Buy-Buttons: Trusted Shops, Kundenbewertungen, klare Retourenrichtlinien.
- Versandkosten-Transparenz. Versteckte Versandkosten sind der Killer Nr. 1 bei Warenkorbabbrüchen. Schwellenwerte für kostenlosen Versand erhöhen den durchschnittlichen Warenkorbwert.
Retargeting: 70 % verlassene Warenkörbe zurückholen
97 % der Erstbesucher kaufen nicht beim ersten Besuch. Das ist normal. Dynamisches Retargeting holt sie zurück — mit genau den Produkten, die sie sich angesehen haben.
Über Programmatic Advertising spielen wir Anzeigen auf Google, Meta, Premium-Publishern, in Apps und Native-Advertising-Plattformen aus.
Unsere Priorisierung:
- Warenkorbabbrecher — höchste Priorität, höchste Conversion-Wahrscheinlichkeit. Dynamische Ads mit den Produkten im Warenkorb, optional mit Incentive.
- Produktseiten-Besucher — produktbezogene Anzeigen mit Social Proof.
- Kategorie-Browser — Bestseller der jeweiligen Kategorie.
- Bestandskunden — Cross-Selling via Customer Match und CRM-Segmenten.
Frequency Capping verhindert, dass wir Nutzer nerven. View-Through-Attribution und datengetriebenes Attribution Modeling über GA4 zeigen, was Retargeting tatsächlich bringt — nicht nur den Last Click. Mehr dazu in unserem Web-Analytics-Ansatz.
Marketing Automation: Einmalkäufer zu Stammkunden machen
80 % des Budgets gehen in Neukundengewinnung. Dabei sind Bestandskunden 3-5x profitabler. Das ist die größte Lücke im E-Commerce-Marketing.
Als HubSpot Solutions Partner bauen wir automatisierte Workflows:
Warenkorbabbrecher-Mails — 1h, 24h, 72h nach Abbruch. Dynamische Produktbilder, optionaler Gutschein. Recovery Rate: 5-15 %. Bei einem unserer Kunden mit 2.000 Warenkorbabbrüchen pro Monat sind das 100-300 gerettete Bestellungen. Jeden Monat. Automatisch.
Post-Purchase-Flow — Bestellbestätigung, Versandupdate, Bewertungsanfrage, Cross-Selling. Jede Mail ist ein Touchpoint.
Winback-Kampagnen — Kunden, die 60, 90 oder 120 Tage nicht gekauft haben, bekommen segmentierte Reaktivierungs-Mails.
RFM-Segmentierung — Recency, Frequency, Monetary. VIP-Kunden, Gelegenheitskäufer und Einmalkäufer werden unterschiedlich behandelt. Mehr dazu bei Inbound-Marketing und Monetarisierung.
Attribution: Wissen, was wirklich Geld bringt
Last-Click-Attribution im E-Commerce? Gefährlich. Sie überschätzen Brand-Kampagnen, unterschätzen Upper-Funnel-Kanäle und treffen falsche Budget-Entscheidungen.
Wir implementieren datengetriebenes Attribution Modeling über GA4:
- Kanalübergreifende Attribution — wie spielen Shopping, SEO, E-Mail, Retargeting zusammen?
- Inkrementalitäts-Tests — hätte der Kunde auch ohne die Anzeige gekauft? Geo-Split-Tests und Hold-out-Gruppen liefern echte Antworten.
- Contribution Margin Reporting — nicht ROAS, sondern Deckungsbeitrag nach Werbekosten, Wareneinsatz und Versand.
Unsere Marketing-Beratung startet immer bei der Datenbasis. Ohne sauberes Tracking und korrektes Attribution-Setup sind alle Optimierungen Ratespiele.
Ihr E-Commerce-Partner in der Region
Von unserem Hauptsitz in Osnabrück betreuen wir Online-Shops in ganz Deutschland. In Bielefeld und OWL arbeiten wir mit D2C-Marken und Handelsunternehmen. Über Berlin erreichen wir die E-Commerce- und Startup-Szene der Hauptstadt. International betreut die Think11 Switzerland AG Shops in Zürich und der Schweiz.
Sie wollen wissen, wo Ihr Shop Geld liegen lässt? Wir machen eine kostenlose ROAS-Analyse Ihrer bestehenden Kampagnen. Oder entwickeln eine Strategie für den Einstieg ins datengetriebene Online-Marketing.