Keyword Recherche: Unser Workflow mit Sistrix, Ahrefs und Search Console
Keyword Recherche ist das Fundament jeder erfolgreichen SEO-Strategie. Ohne eine durchdachte Keyword-Strategie schießt ihr ins Blaü – ihr erstellt Content, der möglicherweise niemand sucht, oder ihr zielt auf Keywords, bei denen ihr nie rankbar sein werdet. Ohne Keywords keine sinnvolle OnPage-Optimierung.
Bei Think11 haben wir in den letzten fünf Jahren hunderte von Keyword-Recherchen durchgeführt. Wir haben dabei gelernt, dass es nicht darauf ankommt, die meisten Tools zu nutzen, sondern die richtigen Tools richtig zu nutzen. Heute zeigen wir euch unseren bewährten Workflow – von den Seed-Keywords bis zur finalen Priorisierung.
Warum Keyword Recherche nicht obsolet ist
Immer wieder höre ich: “Keyword Recherche ist tot. Google versteht ja eh Kontext.” Das ist Unsinn. Google versteht Kontext besser als früher, ja – aber das bedeutet nicht, dass Keyword Recherche überflüssig geworden ist. Im Gegenteil.
Eine solide Keyword Recherche beantwortet drei kritische Fragen:
- Welche Fragen stellen meine Zielgruppen wirklich? Nicht, was ich denke, dass sie fragen, sondern was sie tatsächlich googeln.
- Wie viel Such-Volumen haben diese Keywords? Ein hochrelevantes Keyword bringt dir nichts, wenn niemand danach sucht.
- Wie schwer ist es, für dieses Keyword zu ranken? Der sogenannte Keyword Difficulty Score zeigt dir, ob es realistisch ist, organische Rankings aufzubauen.
Ich persönlich habe in den letzten 18 Monaten etwa 2.500 Keywords recherchiert. Jede einzelne Recherche hat mir neue Insights über die Absichten meiner Zielgruppen gegeben – Insights, die ich nie aus reiner intuition hätte generieren können.
Die Tool-Kombination: Sistrix vs. Ahrefs – und warum ihr beide braucht
Das ist eine Frage, die ich ständig gestellt bekomme: “Sistrix oder Ahrefs?” Meine Antwort: Das ist wie zu fragen, “Hammer oder Schraubendreher?” Die beste Antwort ist: “Kommt drauf an, was du gerade bauen willst.”
Sistrix: Dein Datenbank-Spezialist für Deutschland
Sistrix ist in Deutschland das Schwergewicht. Die deutsche Datenbasis ist mit etwa 100 Millionen Keywords für deutschsprachige Domains einfach unerreicht. Wenn ihr eine deutsche B2B- oder B2C-Website habt und in Google.de ranken wollt, führt kein Weg an Sistrix vorbei.
Ich nutze Sistrix für:
- Lokalisierte Keyword-Analysen: Die deutschen Rankings sind aktueller und präziser als in internationalen Tools.
- SERP-Analysen: Welche Websites ranken für ein Keyword? Welche Snippets zeigt Google? Das ist in Sistrix extrem detailliert.
- Backlink-Analysen für DE-Domains: Die deutsche Linkdatenbank ist riesig.
- Wettbewerbsanalysen: Ich will wissen, welche Keywords meine Konkurrenz rankt – und Sistrix zeigt mir das in Sekunden.
Die typische Kostenfrage: Sistrix kostet ab etwa 100 Euro im Monat. Das ist nicht billig, aber für professionelle SEO unverzichtbar.
Ahrefs: Der internationale All-in-One-Zugang
Ahrefs ist das Schweizer Taschenmesser der SEO-Tools. Mit etwa 19 Millionen Keywords für deutsche Domains und einer umfassenden Linkdatenbank ist Ahrefs ideal für internationale Projekte und umfassende Konkurrenzanalysen.
Ich nutze Ahrefs für:
- International Keyword Research: Wenn ich Keywords in Englisch, Französisch, Spanisch, etc. recherchiere, ist Ahrefs meine erste Wahl.
- Content Gap Analysis: Ahrefs zeigt mir wunderbar, welche Keywords meine Konkurrenten ranken, bei denen ich aber nicht sichtbar bin.
- Backlink-Qualität: Der Ahrefts Rating ist ein starker Indikator für die Autorität einer Website.
- Keyword Difficulty in relativem Kontext: Ahrefs zeigt mir nicht nur “schwierig ja/nein”, sondern auch, wie schwer genau meine Top-10-Konkurrenten zu schlagen sind.
Ahrefs kostet ab etwa 99 Dollar im Monat – also ähnlich wie Sistrix.
Unsere Strategie: Hybrid-Ansatz
Im Team nutzen wir Sistrix primär für die Datensammlung in Deutschland. Aber wir validieren anschließend mit Ahrefs. Warum? Weil Unterschiede in den Datenbanken existieren, und wir wollen Outlier-Keywords nicht verpassen.
Beispiel aus der Praxis: Wir recherchierten Keywords für einen B2B-SaaS-Anbieter im Fintech-Bereich. Sistrix zeigte uns 2.100 relevante Keywords. Ahrefs kannte davon 1.850. Aber Ahrefs hatte 400 Keywords, die Sistrix nicht aufgelistet hatte – alle mit deutlich weniger Konkurrenz. Diese Low-Hanging-Fruits hätten wir ohne den Hybrid-Ansatz übersehen.
Der 4-Schritt-Workflow: Von Seed zu Strategie
Wir arbeiten nach einem bewährten Schema:
Schritt 1: Seed-Keywords definieren (2-4 Stunden)
Am Anfang steht die Frage: Welche 20-50 Themen interessieren meine Zielgruppe?
Das klingt simpel, ist aber das wichtigste Fundament. Hier entstehen die meisten Fehler. Man macht schnell den Fehler, zu sehr aus der eigenen Perspektive zu denken.
Ich arbeite hier gerne nach dieser Struktur:
1. Kundeninterviews: Bevor ich ein einziges Keyword googele, spreche ich mit Kunden oder Kundensupport. Welche Fragen stellen sie wirklich? Welche Pain Points haben sie? Diese Insights sind unbezahlbar.
2. Bestehender Content: Welche Seiten generieren schon organischen Traffic? Was rankt bereits?
3. Wettbewerbs-Seed: Welche Top-20-Keywords rankt mein stärkster Konkurrent?
4. Brainstorming mit dem Team: Vertrieb, Support, Produktteam – alle haben Einsichten, die ich vorher nicht hatte.
Am Ende habe ich typischerweise 30-50 Seed-Keywords, mit denen ich arbeite.
Pro-Tipp: Speichert eure Seed-Keywords in einem Google Sheet. Ihr werdet sie immer wieder brauchen.
Schritt 2: Expansion und Clustering (6-10 Stunden)
Jetzt gebt ihr eure Seed-Keywords in Sistrix und Ahrefs ein und lasst die Tools expandieren. Das ist wo die “echte” Arbeit passiert.
In Sistrix nutzen wir das “Keyword-Modul”:
- Seed-Keyword eingeben
- “Verwandte Keywords” + “Suchintention” filtern
- Export mit mindestens 500 Keywords pro Seed
- Alle Keywords zusammenfassen – jetzt habt ihr schnell 5.000-15.000 Keywords
In Ahrefs nutzen wir “Keyword Explorer”:
- Seed eingeben
- “Parent Topic” und “Child Keywords” anschauen
- Mit der “Positions” Filter arbeiten (um bereits rankende Keywords zu sehen)
- Export der kompletten Liste
Danach habt ihr wahrscheinlich massiv viele Keywords. Jetzt muss Clustering stattfinden.
Clustering bedeutet: Keywords zusammenfassen, die ähnliche Suchintention haben. Statt 100 einzelne Blog-Posts zu schreiben, erstellt ihr 20 umfassende Guides, die 100 Keywords abdecken.
Praxisbeispiel: Wie verheerend fehlendes Clustering sein kann, zeigte ein TYPO3-Audit: Im News-Bereich einer Unternehmenswebsite fanden wir 221 duplizierte Title Tags — 39 Gruppen mit identischen Titeln. Das bedeutet: Dutzende Seiten konkurrierten mit exakt dem gleichen Title um dieselben Keywords. Kein Clustering, kein Intent-Mapping, keine Differenzierung. Das Ergebnis war vorhersehbar: kaum Rankings für die News-Seiten, weil Google nicht wusste, welche URL die relevante war.
Wir clustern manuell in Google Sheets:
| Cluster | Keywords | Suchvolumen | Difficulty | Intent |
|---|---|---|---|---|
| Anfänger-Guide | keyword-recherche definition, was ist keyword recherche, keyword recherche erklären | 4.200 | 28 | Know |
| Tools Vergleich | sistrix vs ahrefs, beste keyword recherche tools, keyword recherche software | 1.800 | 45 | Know/Do |
| Workflow | keyword recherche workflow, keyword recherche prozess, wie macht man keyword recherche | 2.100 | 32 | Do |
Das braucht Zeit. Aber es ist Zeit, die sich 100-fach auszahlt. Wir verhindern damit, dass wir hundert schwache Seiten schreiben, statt zehn starke.
Schritt 3: Intent-Mapping (4-6 Stunden)
Jedes Keyword hat eine Suchintention. Google nennt das “Search Intent”. Das sind im wesentlichen vier Typen:
Know-Intent (Informationszweck):
- Keywords: “Was ist X?”, “Wie funktioniert Y?”
- Formate: Blog-Artikel, Guides, Videos
- Beispiel: “Wie macht man Keyword Recherche?”
Do-Intent (Handlungszweck):
- Keywords: “X kaufen”, “Y integrieren”, “Z lösen”
- Formate: Tutorials, How-To Anleitungen, Landingpages
- Beispiel: “Sistrix für Keyword Recherche nutzen”
Web-Intent (Navigationszweck):
- Keywords: “Sistrix Login”, “Ahrefs App”, “Brandname”
- Formate: Diese Keywords führen auf eure Website – ihr braucht nicht viel zu tun
- Beispiel: “think11 SEO”
Div-Intent (Vergleich/Entscheidung):
- Keywords: “Sistrix vs. Ahrefs”, “Beste Keyword Recherche Tools”
- Formate: Vergleichstabellen, Bewertungsartikel, Case Studies
- Beispiel: “Keyword Recherche Tools Vergleich”
Das Intent-Mapping verhindert, dass ihr für einen “Kaufen”-Intent einen reinen Informations-Guide schreibt. Das funktioniert nicht. Google zeigt bei einem “Kaufen”-Intent keine Anfänger-Guides auf Platz 1 – es zeigt Produkt-Seiten und Vergleiche.
Wir mappen Intent in unserer Google Sheet ebenfalls:
Know-Intent Keywords: 35% des Clusters
Do-Intent Keywords: 45% des Clusters
Div-Intent Keywords: 20% des Clusters
Das gibt uns einen Plan, welche Content-Typen wir im Rahmen unserer Content-Marketing-Strategie erstellen müssen.
Schritt 4: Priorisierung – Hier entscheidet sich der Erfolg (4-6 Stunden)
Jetzt habt ihr vielleicht 500-1.000 clusterte Keywords mit Intent-Mapping. Aber ihr könnt nicht alle Content dafür erstellen. Ihr müsst priorisieren.
Unsere Priorisierungsformel:
Priorität = (Suchvolumen × 0.3) + (Erfolgswahrscheinlichkeit × 0.4) + (Business-Wert × 0.3)
Konkret:
Suchvolumen (0.3 Gewicht): Mehr Suchvolumen = mehr potenzielle Besucher. Aber Achtung: Nicht alles Volumen ist wertvoll. Wenn ihr ein B2B-Tool mit 500 Enterprise-Kunden seid, ist ein Keyword mit 10.000 Monat nicht relevant – wenn die Zielgruppe nur 50 Menschen sind.
Erfolgswahrscheinlichkeit (0.4 Gewicht): Das ist der entscheidende Faktor. Kann ich für dieses Keyword realistisch ranken?
Das Berechnen wir über:
- Keyword Difficulty Score (KD von Ahrefs/Sistrix)
- Durchschnittliche Domain Rating der Top-10
- Durchschnittliche Backlink-Anzahl der Top-10
- Eigene Domain Authority
Beispiel: Ihr seid ein neuer B2B-SaaS mit DR 30. Ein Keyword mit KD 70 ist wahrscheinlich unrealistisch. Ein Keyword mit KD 15 ist ein Quick Win.
Business-Wert (0.3 Gewicht): Das ist, was viele SEOs ignorieren. Ein Keyword kann perfekt sein – aber bringt es eurem Business was?
Für einen Enterprise-Software-Anbieter ist “CRM Software kostenlos” vielleicht irrelevant. Aber “CRM für Pharmaindustrie” ist Gold wert.
Wir vergeben hier simple Punkte:
- 1: Breites Interessentenspektrum
- 2: Passende Zielgruppe
- 3: Hochqualifizierte Leads
- 3+: Direkt konvertierbar
Mit dieser Formel priorisieren wir unsere Keywords. Die Top 50-100 Keywords werden dann im Content-Plan umgesetzt.
B2B Besonderheiten: Niedrige Suchvolumen, hoher Wert
B2B-Keyword-Recherche unterscheidet sich fundamental von B2C. Das ist etwas, das ich in meinen ersten SEO-Jahren nicht verstanden habe.
Das klassische Problem: Niedriges Suchvolumen
Der Entscheidungsträger bei einer B2B-Software ist oft sehr spezifisch in seinen Suchanfragen. Sie googeln nicht “Software”, sondern “CRM für Krankenhäuser mit FHIR-Integration”.
Das resultat: Das Suchvolumen ist oft niedrig. 50-200 Suchanfragen pro Monat sind normal.
Viele SEOs machen dann den Fehler zu sagen: “Das lohnt sich nicht.” Das ist falsch.
Ein einzelner Lead in der Enterprise-Software kann 50.000-500.000 Euro Wert sein. Wenn 100 Suchvorgänge pro Monat und 5% Click-Through-Rate bedeutet, dass 5 qualified leads kommen – und 1 wird euer Kunde – dann habt ihr gerade 100.000 Euro in organischen Traffic generiert.
Unsere B2B-Strategie:
-
Nicht nach Volumen filtern, sondern nach Qualität. Wir filtert alle Keywords unter 10 Suchvorgängen aus – nicht weil sie unwichtig sind, sondern weil Sistrix/Ahrefs die Daten dort nicht zuverlässig hat. Alles über 10 bleibt.
-
Long-Tail Keywords besonders gewichten. “CRM für Krankenhäuser” hat vielleicht 30 Suchvorgänge. Aber 90% davon sind hochqualifiziert.
-
Cluster nach Business-Wert statt Suchvolumen. Wir clustern nicht nach “500 Keywords mit ähnlichem Volumen”, sondern nach “20 Keywords, die die gleiche Buyer-Journey-Phase adressieren”.
-
Content-Effizienz messen. Für B2B messen wir nicht Rankings allein. Wir messen: Leads, Opportunities, Conversion Rate. Ein Keyword mit 50 Besuchern und 10% Conversion Rate schlägt ein Keyword mit 10.000 Besuchern und 0,1% Conversion Rate.
Content Gap Analyse als Strategie
Das ist eine unserer Lieblings-Techniken, die sich oft unterschätzt wird.
Eine Content Gap beantwortet diese Frage: Welche Keywords ranken meine Top-3-Konkurrenten, bei denen ich aber nicht sichtbar bin?
Das sind oft die wertvollsten Keywords.
Warum? Weil Google bereits validiert hat, dass diese Keywords wertvoll sind. Google rankt diese Keywords für erfolgreiche Konkurrenten. Wenn diese Konkurrenten damit Erfolg haben, können wir das auch.
So machen wir Content Gap Analyse:
In Ahrefs:
- Konkurrenz-Domain eingeben
- “Organic Keywords” anschauen
- Mit “Pages you don’t rank for” filtern
- Nach Suchvolumen sortieren
- Export
Das gibt euch sofort einen Überblick über hunderte von Keywords, bei denen ihr Potential habt.
Unsere Erfahrung: Content Gaps enthalten oft die rentabelsten Keywords. Nicht weil sie magisch sind, sondern weil:
- Google sie bereits als wertvoll validiert hat
- Die Konkurrenten mit eben diesen Keywords erfolgreich sind
- Ihr durch besseren Content diese Keywords überholen könnt
Wir haben ein “Content Gap Budget” – etwa 20% unserer Content-Ressourcen gehen direkt in Content Gaps.
Workflow-Effizienz: 20h/Monat für kleine B2B-Teams
Ich höre oft: “Das klingt alles sehr aufwändig. Wir haben keine 100 Stunden pro Monat für Keyword Recherche.”
Das ist auch nicht nötig. Wir haben einen Prozess entwickelt, der für kleine Teams funktioniert:
Monat 1: Initiale Recherche (16 Stunden)
- 2h: Seed-Definition mit Team
- 6h: Expansion in Sistrix/Ahrefs
- 4h: Clustering
- 3h: Intent-Mapping
- 1h: Dokumentation
Monat 2-3: Adjustments (4-6h pro Monat)
- 2h: Neue Keywords aus Rankings in Search Console identifizieren
- 1-2h: Zusätzliche Cluster hinzufügen
- 1-2h: Business-Wert neu bewerten
Das ist es. Nach dem ersten Monat haben wir einen Keyword-Plan für 3-6 Monate. Wir machen kleine Anpassungen, aber große Umarbeit ist nicht nötig.
Der Trick ist, dass wir nicht “Perfect” anstreben, sondern “Good Enough”. Eine Keyword-Recherche muss nicht zu 100% perfekt sein. 80% genau ist völlig ausreichend – und viel schneller.
Tool-Kosten: Was kostet Keyword Recherche wirklich?
Viele Menschen zögern, weil sie die Kosten fürchten. Lass mich das transparent machen:
| Tool | Kosten/Monat | Wofür | Notwendig? |
|---|---|---|---|
| Sistrix | 100-300 EUR | Deutsche Daten, SERP-Analysen | JA (DE-Focus) |
| Ahrefs | 99-399 USD | International, Content Gaps, Backlinks | BEDINGT |
| Google Search Console | 0 EUR | Aktuelle Rankings, CTR, Impressionen | JA (Kostenlos!) |
| Google Sheets | 0 EUR | Dokumentation, Clustering | JA (Kostenlos!) |
Die Wahrheit ist: Search Console allein ist bereits riesig unterschätzt. Wenn ihr jeden Tag in die Search Console schaut und seht, welche Keywords Traffic bringen und welche nicht ranken, lernt ihr wahrscheinlich mehr als viele Tools euch sagen.
Unsere Empfehlung für verschiedene Unternehmensgrößen:
Solo-Freelancer/Startup: Search Console + 1 Budget-Tool (Ubersuggest oder Semrush) = 30-50 EUR/Monat. Reicht zu 80%.
KMU mit 3-5 Seitlichen: Sistrix + Search Console = 100-150 EUR/Monat. Reicht vollkommen.
Agentur/Enterprise: Sistrix + Ahrefs + Search Console + optionalScreaming Frog = 400-600 EUR/Monat. Das ist die Investition wert.
Die Fehler, die wir machen (und wie ihr sie vermeidet)
Nach 500+ Keyword-Recherchen sehe ich immer wieder die gleichen Fehler:
Fehler 1: Zu viele Keywords, zu wenig Fokus Der klassische Anfänger-Fehler. Man recherchiert 10.000 Keywords und weiß nicht, wo man anfangen soll. Dann macht man 50 mittelmäßige Seiten statt 5 großartigen.
Fix: Priorisieren. Top 50 Keywords. Punkt.
Fehler 2: Intent ignorieren Das sehe ich ständig. Jemand schreibt einen 3.000-Wort-Anfänger-Guide für “CRM kaufen”. Das rankt nie. Google zeigt bei “kaufen” KAuflösungen, nicht Guides.
Fix: Intent-Mapping ist nicht optional.
Fehler 3: Suchvolumen überschätzen “Das Keyword hat 50 Suchvorgänge, das bringt nix.” Falsch. 50 Suchvorgänge für ein super-spezifisches B2B-Keyword können 50.000 Euro bedeuten.
Fix: Business-Wert >Suchvolumen (besonders im B2B).
Fehler 4: Search Console nicht nutzen Manche Agenturen recherchieren Stunden lang, schauen aber nie, was in Search Console aktuell rankt. Das ist Geldverschwendung.
Fix: Search Console sollte das Herzstück eurer Keyword-Strategie sein.
Fehler 5: Keyword-Recherche als “einmaliges Event” Keyword-Recherche ist kein Projekt mit Start und Ende. Es ist kontinuierlich. Neue Keywords entstehen ständig. Neue Chancen tauchen auf.
Fix: Monatliches Monitoring, vierteljährliche Adjustments.
Checkliste: Eure erste Keyword Recherche
Falls ihr das erste Mal selbst eine Keyword Recherche machen möchtet, hier ist eine praktische Checkliste:
- Team zusammensammeln: Wen braucht ihr im Raum? (Sales, Support, Produkt, Marketing)
- Seed-Keywords definieren: 30-50 Basis-Keywords aufschreiben
- Tool wählen: Sistrix (DE) oder Ahrefs (International) oder beide
- Expansion durchführen: Keywords expandieren, 5.000+ Keywords sammeln
- Clustering: Keywords gruppieren, Cluster mit 50-200 Keywords pro Gruppe
- Intent-Mapping: Jeder Cluster: Know/Do/Web/Div Prozentsatz definieren
- Priorisieren: Top 50-100 Keywords rausarbeiten
- Dokumentieren: Alles in ein Spreadsheet, das ihr in 3 Monaten noch verstehen
- Umsetzen: Content-Plan basierend auf Keywords erstellen
- Monitoring: Nach 3 Monaten schauen, welche Keywords ranken
Fazit: Warum Keyword Recherche eure beste Investition ist
Am Ende ist Keyword Recherche nicht kompliziert. Es ist nur strukturiert.
Ihr nehmt Hunderte von Daten-Punkten, sortiert sie nach Priorität und Wert, und erstellt dann Content auf Basis dieser Priorisierung. Das ist es.
Der Unterschied zwischen großartiger und mittelmäßiger SEO ist oft nicht “bessere Tools” oder “mehr Stunden”. Der Unterschied ist: Struktur.
Ein Team, das 50 Stunden für saubere Keyword Recherche aufwendet, wird langfristig 10x mehr organischen Traffic generieren als ein Team, das 50 Stunden für “irgendwelche Seiten” verwendet.
Deswegen ist Keyword Recherche — trotz allem Buzz um Entity-basierte SEO und LLM-Optimierung — immer noch das Fundament.
Macht eure Keyword Recherche gut. Dann wird euer SEO-Projekt erfolgreich. Ihr braucht Unterstützung? Schaut euch unsere SEO-Leistungen an.