Marketing-Glossar

Backlinks – Externe Links zur Vertrauensstärkung

Zuletzt aktualisiert: 20.02.2026 · Redaktion Think11

Backlinks sind Links von externen Websites, die auf Ihre Website verweisen. In der Logik von Suchmaschinen funktionieren sie wie Empfehlungen: Wenn eine vertrauenswürdige, themenrelevante Website auf Ihre Inhalte verlinkt, signalisiert das Google, dass Ihre Seite wertvoll und glaubwürdig ist. Backlinks zählen neben Content und technischer SEO zu den drei wichtigsten Rankingfaktoren. Ohne ein solides Backlink-Profil ist es in den meisten Branchen schwierig, Top-Positionen in den Suchergebnissen zu erreichen.

Googles Algorithmus beruht seit den Anfängen auf der Idee, dass Links eine Form von Abstimmung sind. Eine Seite, auf die viele andere Seiten verlinken, wird als relevanter und vertrauenswürdiger eingestuft als eine Seite ohne externe Verweise. Dieses Grundprinzip hat sich über die Jahre weiterentwickelt – heute zählt nicht mehr die bloße Anzahl, sondern vor allem die Qualität der verlinkenden Seiten.

Backlinks bauen Domain-Autorität auf. Eine Website mit vielen hochwertigen eingehenden Links hat eine stärkere Ausgangsposition für neue Inhalte. Wenn eine Seite mit hoher Autorität einen neuen Blogartikel veröffentlicht, hat dieser bessere Chancen auf ein schnelles Ranking als derselbe Artikel auf einer Domain ohne Backlinks. Diese Autorität verteilt sich intern über die interne Verlinkung auf alle Seiten der Domain.

Nicht jeder Link ist gleich wertvoll. Fünf Faktoren bestimmen die Qualität:

Domain-Autorität der verlinkenden Seite: Ein Link von einer etablierten Nachrichtenwebsite, einer Universität oder einem anerkannten Branchenportal wiegt schwerer als ein Link von einem unbekannten Blog. Die Autorität der verlinkenden Domain fließt über den Link auf Ihre Seite.

Thematische Relevanz: Ein Link ist wertvoller, wenn die verlinkende Seite thematisch zu Ihrer Seite passt. Ein Link von einem Marketing-Fachportal auf eine Marketing-Agentur ist relevanter als ein Link von einem Koch-Blog. Google bewertet den thematischen Kontext, um Manipulationen zu erkennen.

Ankertext: Der klickbare Text des Links gibt Google einen Hinweis auf den Inhalt der Zielseite. Ein Ankertext wie “SEO-Agentur Osnabrück” ist informativer als “hier klicken”. Allerdings wirken zu viele exact-match-Ankertexte unnatürlich und können als Manipulationsversuch gewertet werden. Ein natürliches Backlink-Profil enthält eine Mischung aus Marken-Ankertexten, generischen Phrasen und keyword-relevanten Texten.

Dofollow vs. Nofollow: Standardmäßig sind Links dofollow – sie vererben Linkjuice an die Zielseite. Nofollow-Links (mit dem Attribut rel="nofollow") signalisieren Google, den Link nicht als Empfehlung zu werten. Sponsored-Links und UGC-Links (User Generated Content) haben eigene Attribute. Google behandelt Nofollow seit 2019 als “Hint” statt als strikte Anweisung – Nofollow-Links von starken Domains können trotzdem einen positiven Effekt haben.

Position auf der Seite: Ein Link im Haupttext eines Artikels ist wertvoller als ein Link im Footer, in der Sidebar oder in einer Kommentarspalte. Google erkennt den Kontext und bewertet Links, die redaktionell eingebunden sind, höher.

Welche Linkaufbau-Methoden funktionieren?

Nachhaltiger Linkaufbau basiert auf der Erstellung von Inhalten, die es wert sind, verlinkt zu werden, und auf der aktiven Outreach-Arbeit, um diese Inhalte bekannt zu machen.

Digital PR: Pressemitteilungen, Branchenstudien, Umfragen oder Datenanalysen, die für Journalisten und Fachredakteure interessant sind. Wenn eine Studie oder Infografik von Nachrichtenportalen oder Fachmedien aufgegriffen wird, entstehen hochwertige Backlinks von starken Domains.

Gastbeiträge: Fachartikel auf themenrelevanten Blogs und Online-Magazinen. Der Mehrwert für den Publisher ist kostenloser Experten-Content, der Mehrwert für den Autor ist ein kontextrelevanter Backlink und erhöhte Sichtbarkeit. Wichtig: Gastbeiträge müssen inhaltlich hochwertig sein und echten Mehrwert bieten – reine Link-Platzierungen auf minderwertigen Blogs sind kontraproduktiv.

Broken Link Building: Dabei werden auf relevanten Websites defekte Links identifiziert – Links, die ins Leere führen (404-Fehler). Der Website-Betreiber wird kontaktiert und auf den defekten Link hingewiesen, mit dem Vorschlag, stattdessen auf eine eigene, passende Ressource zu verlinken. Der Betreiber profitiert von einer besseren Nutzererfahrung, Sie profitieren vom Link.

Linkable Assets: Inhalte, die von Natur aus Links anziehen – umfangreiche Ratgeber, interaktive Tools, Rechner, Original-Studien, Infografiken oder Branchendaten. Content Marketing und Linkaufbau verschmelzen hier: Wer regelmäßig herausragende Inhalte erstellt, baut organisch ein starkes Backlink-Profil auf.

HARO und Journalisten-Anfragen: Plattformen, die Journalisten mit Experten verbinden. Wer als Quelle für einen Fachartikel zitiert wird, erhält einen Backlink von einer Medienseite – oft mit hoher Domain-Autorität.

Mentions ohne Link reklamieren: Wenn Ihr Unternehmen oder Ihre Marke auf einer Website erwähnt wird, ohne dass ein Link gesetzt ist, lohnt sich eine höfliche Anfrage. In vielen Fällen wird der fehlende Link ergänzt – schließlich existiert die Erwähnung bereits.

Nicht alle Backlinks sind positiv. Links von Spam-Seiten, Link-Farmen, Glücksspiel- oder Pornografie-Seiten oder aus automatisierten Link-Netzwerken (PBNs) können dem Ranking schaden. Google erkennt solche unnatürlichen Link-Muster und kann die betroffene Domain mit einer manuellen Maßnahme belegen oder sie algorithmisch abwerten.

Das Google Disavow-Tool ermöglicht es, bestimmte Links für ungültig zu erklären. Google wird aufgefordert, diese Links bei der Bewertung nicht zu berücksichtigen. Das Tool sollte zurückhaltend eingesetzt werden – nur bei offensichtlich toxischen Links, die nicht auf anderem Weg entfernt werden können. Ein Disavow gesunder Links kann die eigene Sichtbarkeit beschädigen.

Bevor das Disavow-Tool zum Einsatz kommt, sollte man versuchen, schädliche Links direkt beim Website-Betreiber entfernen zu lassen. Erst wenn mehrere Kontaktversuche scheitern, ist der Disavow der richtige Weg.

Wie funktioniert es in der Praxis?

Ein professioneller Linkaufbau beginnt mit der Analyse des bestehenden Backlink-Profils. Welche Links existieren bereits? Wie stark sind sie? Gibt es toxische Links, die bereinigt werden müssen? Tools wie Ahrefs, SISTRIX oder die Google Search Console liefern diese Daten.

Im zweiten Schritt wird die Wettbewerbsanalyse durchgeführt. Welche Backlinks haben die Seiten, die aktuell für die Ziel-Keywords ranken? Aus dieser Analyse ergeben sich konkrete Linkziele – Domains, die bereits auf Wettbewerber verlinken und potenziell auch auf eigene Inhalte verlinken würden.

Parallel werden Linkable Assets erstellt: ein umfangreicher Branchenguide, eine Studie mit Originaldaten, ein nützliches Tool oder eine fundierte OnPage-Optimierung bestehender Inhalte, um sie link-würdig zu machen.

Die Outreach-Phase umfasst die gezielte Ansprache von Redakteuren, Bloggern und Website-Betreibern. Erfolgreicher Outreach ist personalisiert und stellt den Mehrwert für den Empfänger in den Vordergrund – nicht das eigene Linkziel. Masse-Mails mit generischen Templates erzielen niedrige Antwortquoten und schaden dem Ruf.

Der Linkaufbau wird kontinuierlich überwacht. Neue Backlinks werden erfasst, verlorene Links identifiziert und das gesamte Profil regelmäßig auf toxische Links geprüft.

Häufige Fehler

Links kaufen: Google verbietet den Kauf von Links, die PageRank weitergeben, ausdrücklich. Gekaufte Links von Linkhändlern oder Marktplätzen sind leicht erkennbar (typische Muster, immer dieselben Domains) und riskieren eine manuelle Maßnahme. Der kurzfristige Ranking-Gewinn rechtfertigt das langfristige Risiko nicht.

Private Blog Networks (PBNs) nutzen: Netzwerke aus eigenen oder kontrollierten Websites, die ausschließlich dem Linkaufbau dienen. Google erkennt PBNs an gemeinsamen Hosting-Mustern, identischen Whois-Daten und unnatürlichen Verlinkungsprofilen. Eine Abstrafung betrifft oft alle beteiligten Domains.

Irrelevante Verzeichniseinträge: Massenhafte Einträge in hunderten von Branchenverzeichnissen ohne thematische Relevanz bringen keinen SEO-Wert. Einige wenige, relevante Verzeichnisse – Handwerkskammer, Branchenverbände, lokale Portale – sind sinnvoll. Der Rest ist Zeitverschwendung.

Überoptimierte Ankertexte: Wenn jeder eingehende Link den Ankertext “SEO Agentur Osnabrück” trägt, erkennt Google die Manipulation. Ein natürliches Profil enthält diverse Ankertexte – Markennamen, URLs, generische Phrasen und gelegentlich keyword-relevante Formulierungen.

Linkaufbau ohne Content-Strategie: Wer Links aufbauen will, ohne verlinkungswürdige Inhalte zu haben, kämpft gegen Windmühlen. Die beste Outreach-Kampagne scheitert, wenn die Zielseite keinen Mehrwert bietet. Content Marketing und Linkaufbau gehören zusammen.

Nur auf die Anzahl schauen: Zehn Links von themenrelevanten, autoritären Domains sind wertvoller als hundert Links von schwachen, irrelevanten Seiten. Qualität schlägt Quantität – immer.

Think11 aus Osnabrück baut als Google Premium Partner nachhaltige Backlink-Strategien auf, die auf redaktioneller Qualität und thematischer Relevanz basieren – nicht auf gekauften Links oder Massen-Verzeichniseinträgen. In über 3.000 Projekten haben wir Linkprofile für Unternehmen verschiedenster Branchen gestärkt.

Unser Ansatz verbindet Content Marketing mit gezieltem Outreach und Digital PR. Das SEO-Team identifiziert die wirkungsvollsten Linkziele, erstellt link-würdige Inhalte und baut Beziehungen zu relevanten Publishern auf. Das Ergebnis: ein wachsendes Backlink-Profil, das die Domain-Autorität stärkt und langfristig bessere Rankings ermöglicht.

Profilbild von Schahab Hosseiny
Think11 Team
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